Fragen und Antworten

Probefahrt

Warum ist eine Probefahrt denn wichtig

Alles was Sie online und durch das Lessen von Prospekten und Testberichten sowie Gespräche in der Familie und mit Freunden, Bekannten, Arbeits- und Vereinskollegen über ein neues Auto erfahren können, ist letztlich nur Theorie. Denn Sie haben noch keine Sekunde in ihm gesessen, wissen nicht wie es wirklich aussieht und sich anfühlt, wie es klingt, wie es riecht, wie es fährt – und wie Sie sich dabei fühlen. Denn das alles zeigt ihnen erst eine Probefahrt. Sie ist der wichtigste Praxistest vor dem Kauf, die Stunde der Wahrheit in der Sie hinter dem Lenkrad erfahren, ob dieses Auto tatsächlich zu Ihnen passt.

Mehr erfahren Sie in unserem Ratgeber-Beitrag „Erst die Probefahrt zeigt ob ein Auto passt“

Kann man ein Auto kaufen ohne Probefahrt?

Natürlich kann man ein Auto auch ohne Probefahrt kaufen. Das gilt nicht nur für den Fall, dass man das Fahrzeug bereits gut kennt, Das gilt auch, wenn – aus welchem Grund auch immer – gar kein anderes Fahrzeug in Frage kommt und die Ergebnisse einer Probefahrt die Kaufentscheidung nicht beeinflussen können. Beim Kauf ohne Probefahrt kann man besonders schnell auf besonders preisgünstige Angebote reagieren. Dabei sollte man sich allerdings immer die Zeit nehmen, nicht nur die Fahrzeugausstattung sorgfältig zu prüfen sondern auch alle für den Kauf geltenden Geschäftsbedingungen ganz genau zu lesen. Denn „Retouren“ wie bei einem nicht passenden Paar Schuhe sind beim Kauf eines neuen Autos schwerlich möglich – es sei denn, ein Umtauschrecht wird ausdrücklich vereinbart.

Was muss man für die Probefahrtbuchung wissen?

Marke und Modell des Fahrzeugs muss man auf jeden Fall wissen, um eine Probefahrt buchen zu können. Und man sollte auch wissen, wo man zur Probefahrt starten möchte. Diese Daten reichen, um den oder die für diesen Probefahrtwunsch geeigneten Händler zu finden. Um dann mit dem Händler den optimalen Vorführwagen zu finden, empfiehlt es sich neben der gewünschten Karosserievariante und der Zahl der Türen auch zu sagen, welche Motorisierung, welches Getriebe und welche Ausstattungsvariante man gerne kennenlernen möchte.

Wie lange dauert das Buchen einer Probefahrt?

Hierfür gibt es keine allgemeingültige Antwort. Die Buchung bei einem Händler, bei dem man Kunde ist, dürfte meist sehr schnell gehen, wenn er den gewünschten Vorführwagen in seinem Bestand hat. Über Buchungsportale der einzelnen Marken kann es schnell gehen. Doch die praktische Erfahrung zeigt immer wieder, dass Probefahrtwünsche manchmal auch erst sehr spät und in vielen Fällen überhaupt nicht beantwortet werden. Besonders schnell zum Ziel kommt man über das Probefahrtportal von termin.io. Das sucht und findet nach Eingabe der Marke und des Orts für den Start zur Probefahrt blitzschnell und absolut kostenlos alle Händler, die diesen Probefahrtwunsch erfüllen können, so dass man mit diesen sofort Kontakt aufnehmen kann.

Wer fährt bei einer Probefahrt?

Auf jeden Fall der künftige Fahrzeuglenker. Aber nicht nur der sollte sich ans Steuer setzen, sondern auch alle übrigen Personen, die das Auto voraussichtlich regelmäßig fahren werden. Wer alles zur Probe fahren wird, muss in der Probefahrtvereinbarung genau vereinbart werden, damit bei eventuellen Pannen oder Unfällen alle Haftungs- und Versicherungsfragen eindeutig geregelt sind.

Mehr erfahren Sie in unserem Ratgeber-Beitrag „Wer fährt bei einer Probefahrt – und wer fährt mit?“

Sollte der Händler mitfahren bei einer Probefahrt?

Eine ausgedehnte Probefahrt sollte man ohne den Händler machen, der dafür auch kaum die nötige Zeit hätte. Will man sich allerdings bei einer kurzen Proberunde einen ersten Eindruck von einem bislang völlig unbekannten Fahrzeug verschaffen, kann ein mitfahrender Händler durchaus nützlich sein. Denn er kann schnell unbekannte Bedienungselemente und Assistenzsysteme, variable Rücksitze und viele andere Details erklären, die man sonst nur aus der Bedienungsanleitung erfahren könnte.

Wie alt muss man sein für die Probefahrt?

Grundsätzlich gibt es keine Altersbeschränkung für eine Probefahrt. Denn jeder, der einen gültigen Führerschein vorlegen kann, darf ein Auto auch zur Probe fahren.

Wie lange soll eine Probefahrt dauern

Hierfür gibt es keine allgemeingültige Antwort. Denn jede Probefahrt ist anders. Entscheidend für die Dauer ist, welche Fragen bei der Fahrt beantwortet werden sollen. Manchmal können deshalb schon 30 Minuten reichen und manchmal ist ein komplettes Wochenende zu empfehlen. Grundsätzlich sollten Dauer und auch Länge einer Probefahrt mit dem Händler ausgehandelt und dann in der Probefahrtvereinbarung festgelegt werden.

Mehr erfahren Sie in unserem Ratgeber-Beitrag „Wie lange sollte eine Probefahrt dauern“

Wo sollte man eine Probefahrt machen?

Eine allgemeine Regel hierfür gibt es nicht. Denn wo man ein Auto erprobt, das hängt davon ab, wo man hauptsächlich unterwegs ist und was man über das Fahrzeug erfahren möchte. Wer sein Auto meist in der Stadt fährt, sollte es auch dort erproben. Wer viel auf Landstraßen und auf Autobahnen unterwegs ist, sollte es auch auf solchen Strecken fahren. Damit ist die Streckenwahl stets eine ganz individuelle Angelegenheit, die zwar sorgfältig geplant werden sollte, aber durchaus auch verändert werden kann, wenn die ersten Probefahreindrücke das erfordern sollten.

Was ist die beste Zeit für eine Probefahrt?

Diese Frage lässt sich so nicht beantworten, denn eine „beste Zeit“ für eine Probefahrt gibt es nicht. Um bestimmte Eigenschaften eines Fahrzeugs genauer kennenzulernen, kann es sinnvoll sein, sich für die Probefahrt verkehrsärmere Zeiten auszusuchen, weil man sich dann mehr auf das Auto konzentrieren kann. Wer täglich in dichtem Verkehr unterwegs sein muss, sollte auch erproben, wie sich ein Auto unter solchen Bedingungen fährt. Und wenn man regelmäßig auch bei Dunkelheit fahren muss, sollte man das auch bei der Probefahrt tun. Ja selbst ein Stau während der Probefahrt kann aufschlussreich sein. Wann man fährt, ist damit eine ganz individuelle Sache, für es keine allgemeingültige Regel gibt.

Wer zahlt den Kraftstoff bei einer Probefahrt

Hierfür gibt es keine allgemeingültige Antwort. Denn wer für den bei einer Probefahrt verbrauchten Kraftstoff zahlt, ist grundsätzlich Vereinbarungssache, die am besten im Probefahrvertrag geregelt wird. Die meist nur wenige Euro betragenden Kraftstoffkosten für kürzere Probefahrten werden von den meisten Händlern übernommen. Bei längeren Fahrten ist es die einfachste Lösung, wenn man ein für die Probefahrt vollgetanktes Fahrzeug auch wieder mit vollem Tank zurückgibt. Zudem ist es möglich, dass man hohe Spritkosten für eine Probefahrt später beim Fahrzeugkauf anrechnet. Letztlich ist die Frage, wer für den Sprit zahlt, auch eine Frage des Anstands und der Fairness.

Was ist wichtig bei der Fahrzeugrückgabe

Das wichtigste bei der Rückgabe ist, dass man sofort gemeinsam mit dem Händler das Fahrzeug auf Mängel oder Schäden überprüft und der Händler die Mängelfreiheit bei der Rückgabe schriftlich bescheinigt. Das geschieht am einfachsten durch eine kurze Notiz in der Probefahrtvereinbarung. Bei Pannen, Beschädigungen am Fahrzeug oder im schlimmsten Fall bei Unfällen wird so reguliert, wie es in der Probefahrtvereinbarung festgelegt wurde.

Passt der neue Wagen auch in die Garage?

Diese Frage ist alles andere als ein Scherz. Denn es passiert immer wieder, dass man erst nach dem Kauf eines neuen Autos erkennt, dass es nur mit Mühe und Not in die Garage passt oder gar nicht. Manchmal erweist sich schon die Einfahrt als so eng, dass man die Garage kaum erreicht. Bei tiefer liegenden Garagen mit steilen Rampen kann es bei hohen Fahrzeugen schnell Probleme mit dem Fahrzeugdach geben. Und da Zweitürer breitere Türen haben als Viertürer, muss man auch bei diesen zumindest als Fahrer bequem ein- und aussteigen können. Hohe Heckklappen sollte man schließlich ohne Deckenberührung auch in der Garage öffnen können. Vor allem dann, wenn das neue Fahrzeug rundum ein paar Zentimeter mehr misst, sollte der „Garagentest“ deshalb nicht vergessen werden.

Welche Dokumente braucht man für eine Probefahrt

Damit der Händler weiß, wem er einen Vorführwagen für eine Probefahrt in die Hand gibt, braucht er den Namen und die Wohnanschrift des Probefahrers. Da Reisepässe keine Anschrift enthalten, sollte man für eine Probefahrt den Personalausweis oder andere geeignete Dokumente bereithalten. Außerdem ist der Händler mit Blick auf seine Haftung und Versicherungsfragen verpflichtet, vor Fahrzeugübergabe zu prüfen, ob der Probefahrer über einen für das Fahrzeug gültigen Führerschein verfügt. Sollten weitere Personen bei der Probefahrt fahren, müssen natürlich auch deren Daten erfasst werden. Und empfehlenswert für die problemlose Kommunikation ist es, wenn man dafür feste und mobile Telefonnummern und auch eMail-Adressen austauscht.

Kann man auch ein Auto „anprobieren“?

Ja, das kann man durchaus und das sollte man auch unbedingt tun. Und das möglichst schon vor einer Probefahrt. Denn entscheidend für die Sicherheit und den Fahrkomfort ist es, dass man in einem Auto perfekt sitzt. Denn nur dann kann man es auch in schwierigen Fahrsituationen sicher beherrschen und auch lange Fahrten ermüdungsfrei mit der nötigen Aufmerksamkeit bewältigen. Wer bei einer sorgfältigen Sitzprobe erkennt, dass ein Auto nicht „passt“ und sich auch nicht so einstellen lässt, dass man optimal hinter dem Steuer sitzen kann, sollte man, auch wenn es schwer fällt, auf den Kauf verzichten. Und damit wird natürlich auch die Probefahrt hinfällig. Was hier für den Fahrer gesagt wurde, gilt natürlich auch für alle anderen Personen, die regelmäßig am Steuer sitzen. Und wenn regelmäßig Passagiere an Bord sind, sollten auch Beifahrer und Rücksitzpassagiere Platzangebot, Sitzkomfort und die vorhandenen Einstellmöglichkeiten auf ihren Plätzen bereits vor einer Probefahrt ausprobieren.

Mehr erfahren Sie in unserem Ratgeber-Beitrag „Haben Sie Ihr Wunschmodell denn schon mal „anprobiert“?

Wofür braucht man eine Probefahrtvereinbarung?

Eine schriftliche und von beiden Seiten unterschriebene Probefahrtvereinbarung braucht man im gegenseitigen Interesse. Denn der Händler muss schließlich wissen, wem er seinen Vorführwagen anvertraut. Und Sie müssen ganz genau wissen, welche Bedingungen für diese Probefahrt gelten. Und da wie im normalen Alltag auch bei Probefahrten Pannen und Unfälle möglich sind, muss eindeutig geregelt sein, wie der Vorführwagen versichert ist und wer bei einem Schaden für was haftet und ob es konkrete Selbstbeteiligungsregelungen gibt. Ist das nicht geklärt, kann eine Probefahrt mit Unfall zu einer sehr teuren Angelegenheit werden.

Mehr erfahren Sie in unserem Ratgeber-Beitrag „Keine Probefahrt ohne schriftliche Vereinbarung“.

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